Winterfutter-Rechner: vom Ziel-Futterbedarf zu Zucker und Wasser
Gib die gewünschte Ziel-Futtermenge (kg fertiger Sirup) und das Verhältnis ein — der Rechner teilt sie in Zucker und Wasser auf und schätzt, in wie vielen Gaben du sie reichst. Der typische Bedarf liegt als Richtwert bei rund 12–20 kg je Volk.
Rechner
Für 15,0 kg Winterfutter im Verhältnis 2:1 benötigst du etwa 10,0 kg Zucker und 5,0 L Wasser — verteilt auf rund 3 Gaben à 5,0 kg. Wann gefüttert wird, richtet sich nach Volk und Region, nicht nach dem Kalender.
Vor dem Winter muss ein Volk ausreichende Futterreserven anlegen. Der Gesamtbedarf hängt von der Volksstärke und vom Beutentyp ab und liegt als grober Richtwert bei etwa 12 bis 20 kg Futter je Volk. Dieser Rechner nimmt dir die Mengenrechnung ab: Du legst die Ziel-Futtermenge (als Gewicht des fertigen Sirups) fest, und er teilt sie nach dem gewählten Verhältnis sauber in Zucker und Wasser auf.
Wichtig zur Abgrenzung: Der Rechner beantwortet das Wie viel, nicht das Wann. Der richtige Fütterungszeitpunkt hängt von Wetter, Region und Trachtende ab und gehört in die Hände des Imkers und seines örtlichen Imkervereins — er lässt sich nicht aus einer Formel ableiten.
Die Formel
Für eine Ziel-Futtermenge M (kg fertiger Sirup) beim Verhältnis z : w:
- Zucker:
Z = M · z / (z + w) - Wasser:
W = M − Z(in kg; ≈ Liter) - Sirupvolumen:
V = M / ρ - Gaben:
n = aufgerundet(M / Futter_je_Gabe)
So wird die Energiemenge auf die Bestandteile zurückgerechnet — anders herum als beim Zuckersirup-Rechner, der von der Zuckermenge ausgeht.
Durchgerechnetes Beispiel
Beispiel 15 kg Ziel, 2:1, 5 kg je Gabe:
- Zucker:
Z = 15 · 2 / 3 = 10 kg - Wasser:
W = 15 − 10 = 5 kg ≈ 5 L - Sirupvolumen:
V = 15 / 1,33 ≈ 11,3 L - Gaben:
n = aufgerundet(15 / 5) = 3
Mit 10 kg Zucker und 5 L Wasser deckst du also ein Ziel von 15 kg ab — in drei Portionen zu je 5 kg.
Das „Warum“ & die Praxis
Stärke einschätzen, dann Ziel setzen. Ein starkes Volk auf mehreren Zargen braucht mehr Reserve als ein schwaches Jungvolk. Die Belegung der Wabengassen hilft bei der Einschätzung — dafür gibt es den Volksstärke-Rechner.
2:1 spart Verarbeitungsarbeit. Dicker Sirup enthält weniger Wasser, das die Bienen vor dem Verdeckeln eindampfen müssen. Für die Spätsommer-/Herbstauffütterung ist 2:1 daher üblich; 3:2 ist die etwas dünnere Alternative.
Richtwerte, keine Vorgaben. Die 12–20 kg sind eine Orientierung, kein Gesetz. Maßgeblich sind deine Beute, dein Standort und die tatsächlichen Vorräte im Volk.
Referenztabelle
| Verhältnis (Zucker:Wasser) | pro 10 kg Zucker | Dichte (kg/L) | Sirup aus 10 kg Zucker |
|---|---|---|---|
| 1:1 | 10,0 L Wasser | 1,23 | 20,0 kg ≈ 16,3 L |
| 3:2 | 6,7 L Wasser | 1,28 | 16,7 kg ≈ 13,0 L |
| 2:1 | 5,0 L Wasser | 1,33 | 15,0 kg ≈ 11,3 L |
Häufige Fragen
Wie viel Winterfutter braucht ein Bienenvolk?
Als grober Richtwert gelten rund 12–20 kg Futter je Volk, abhängig von Volksstärke und Beutentyp. Ein starkes Volk auf zwei Zargen liegt eher am oberen Ende, ein schwächeres darunter. Den genauen Bedarf bestimmen Imker und Imkerverein vor Ort.
Wie viel Zucker stecken in 15 kg fertigem Winterfutter?
Beim Verhältnis 2:1 sind es 15 · 2/3 = 10 kg Zucker und 5 L Wasser. Allgemein gilt Zucker = Ziel · z/(z+w). Der Rechner zeigt beide Mengen direkt an.
Sollte ich für die Auffütterung 2:1 oder 3:2 nehmen?
Für die zügige Auffütterung der Wintervorräte ist 2:1 üblich, weil die Bienen weniger Wasser eindampfen müssen. 3:2 ist etwas dünner und damit leichter aufzulösen — beides ist möglich.
Wann muss ich das Winterfutter geben?
Das beantwortet dieser Rechner bewusst nicht: Der Zeitpunkt hängt von Region, Wetter und Trachtende ab und ist eine imkerliche Entscheidung. Halte dich an die Empfehlungen deines örtlichen Imkervereins.