Oxalsäure verdampfen: Gesamtmenge berechnen
Wie viel Oxalsäure-Dihydrat brauchst du insgesamt, wenn du deine Völker per Sublimation (Verdampfen) behandelst? Der Rechner multipliziert die Dosis pro Volk mit der Völkerzahl.
⚠️ Diese Seite dient ausschließlich der Information und Veranschaulichung der Rechenwege. Sie ist keine tierärztliche oder medizinische Beratung und keine Behandlungsanweisung. Befolge stets die Gebrauchsanweisung des zugelassenen Arzneimittels sowie die Hinweise deines örtlichen Imkervereins bzw. Bienensachverständigen. Trage geeignete Schutzausrüstung (Säureschutzbrille, säurefeste Handschuhe). Beachte zugelassene Anwendungszeiträume und Wartezeiten laut Hersteller. Dosierangaben sind Richtwerte mit Quellenangabe, keine verbindlichen Vorgaben.
Rechner
Für 10 Völker brauchst du bei 2,0 g pro Volk insgesamt 20,0 g Oxalsäure-Dihydrat je Anwendung.
🐝 Nur mit zugelassenem Verdampfer und Atemschutz (FFP2/FFP3 gegen Säureaerosol) anwenden; Außentemperatur idealerweise ≥ +4 °C.
Beim Verdampfen (Sublimation) wird festes Oxalsäure-Dihydrat erhitzt, bis es sublimiert und sich als feiner Säurenebel in der Beute niederschlägt. Anders als beim Träufeln richtet sich die Dosis hier nicht nach den Wabengassen, sondern wird als fester Gramm-Wert pro Volk angesetzt — unabhängig von der Zargenzahl. Der Rechner liefert die Gesamtmenge, die du für einen Behandlungsdurchgang abwiegen musst.
In Deutschland ist das zugelassene Präparat Varroxal mit 2,0 g pro Volk der maßgebliche Standard; in der Literatur wird ein Bereich von etwa 2,0–2,3 g pro Volk genannt. Der Defaultwert ist daher 2,0 g. Alle Angaben sind Richtwerte mit Quellenangabe und ersetzen nicht die Gebrauchsanweisung.
Die Formel
Die Rechnung ist eine reine Multiplikation:
g gesamt = Dosis pro Volk × Anzahl Völker
Die Dosis pro Volk ist nicht von der Anzahl der Zargen abhängig — ein Punkt, der das Verdampfen vom Träufeln unterscheidet. Der Richtwertbereich liegt bei 2,0–2,3 g; der DE-Standard Varroxal nennt exakt 2,0 g pro Volk.
Durchgerechnetes Beispiel
Zehn Völker, Standarddosis 2,0 g:
- g gesamt = 2,0 g × 10 = 20 g Oxalsäure-Dihydrat
Am oberen Rand des Richtwertbereichs: fünf Völker × 2,3 g = 11,5 g. (Richtwert — Quelle: Varroxal / bienen&natur, siehe Quellen.)
Das „Warum“ & die Praxis
Die Sublimation gilt als sehr bienenschonend, weil die Säure als Nebel und nicht in flüssiger Form an die Bienen kommt. Auch hier erreicht die Behandlung nur Milben außerhalb verdeckelter Brut — das Verfahren entfaltet seine volle Wirkung im brutfreien Volk. Die empfohlene Außentemperatur liegt meist bei mindestens +4 °C, damit sich der Säurenebel gut verteilt; konkrete Vorgaben stehen in der Gebrauchsanweisung.
Beim Verdampfen entsteht reaktives Säureaerosol: Ein Atemschutz (FFP2/FFP3) und eine Säureschutzbrille sind Pflicht, ebenso ein für Oxalsäure zugelassener Verdampfer. Der Rechner gibt nur die abzuwiegende Gesamtmenge an — Anwendungszeitpunkt, Häufigkeit und Wartezeiten richten sich nach dem zugelassenen Arzneimittel und nach den Hinweisen deines Imkervereins. Die hinterlegten Richtwerte stehen in der Oxalsäure-Tabelle.
Referenztabelle
| Methode | Richtwert | Voraussetzung | Quelle |
|---|---|---|---|
| Träufeln | ≈ 35 g Oxalsäure-Dihydrat pro 1 L Zuckerwasser (1:1); ≈ 5 ml pro besetzte Wabengasse, Obergrenze ≈ 50 ml/Volk | nur brutfrei (Winter), Lösung auf Zimmertemperatur | Dadant / Dave Cushman / Wally Shaw |
| Verdampfen | ≈ 2,0–2,3 g pro Volk (DE-Standard Varroxal: 2,0 g), unabhängig von der Zargenzahl | Außentemperatur idealerweise ≥ +4 °C | Varroxal / bienen&natur |
Häufige Fragen
Wie viel Oxalsäure pro Volk beim Verdampfen?
Der Richtwert liegt bei 2,0–2,3 g pro Volk; in Deutschland nennt das zugelassene Präparat Varroxal exakt 2,0 g pro Volk, unabhängig von der Zargenzahl. Verbindlich ist die Gebrauchsanweisung.
Hängt die Dosis von der Anzahl der Zargen ab?
Nein. Beim Verdampfen wird ein fester Wert pro Volk angesetzt, nicht pro Zarge oder pro Wabengasse. Genau darin unterscheidet sich die Sublimation vom Träufeln.
Welche Schutzausrüstung brauche ich?
Da ein reizender Säurenebel entsteht, sind Atemschutz (FFP2/FFP3), Säureschutzbrille und säurefeste Handschuhe nötig. Verwende ausschließlich einen für Oxalsäure zugelassenen Verdampfer.
Bei welcher Temperatur sollte ich verdampfen?
Häufig wird eine Außentemperatur von mindestens etwa +4 °C empfohlen, damit sich der Nebel gut verteilt. Die genauen Bedingungen stehen in der Gebrauchsanweisung des Präparats.